Mittwoch, 27. Februar 2008

Antworten gesucht ;-)) Wie wünschen sich Leser "ihren" Wissenschaftsblog?

Die Bloggergemeinde ist damit beschäftigt zu bloggen und die Leser lesen.....Ob ich diesen Blog wieder schließen soll ? Viele sagen, die Frage sei hochspannend. Daher frage ich noch einmal nach, bevor ich hier die Pforten schließe ;-)) und mache also noch einmal einen Versuch:

Wie wünschen sich die "Wissenschaftsblogs-Leser" ihren Wissenschaftsblog?

Dabei sind mit "Leser" all jene gemeint, welche Wissenschaftsblogs als Leser aufsuchen, d.h. natürlich auch Leser, welche selbst einen Wissenschaftsblog betreiben;-))

Je mehr Kommentare (gerne auch lange K.) hier gesammelt werden können, um so besser.....

LG
Monika

Kommentare:

corax hat gesagt…

Frau Armand,

gut dass Sie das nochmal fragen.

Auf jedenfall komplett anders als so:

http://tinyurl.com/32vlth

http://tinyurl.com/2rchrz

Ein Lobbyist, der Behauptungen aufstellt und wenn man sie ihm vorwirft, behauptet er, das nicht gesagt zu haben, obwohl es oben drüber (noch) drinsteht.
Krasstes Beispiel das mit der „Explosion“.
Ich hatte mitten in der Nacht zum ersten Artikel nochmal einen ausführlichen Kommentar geschrieben, dann aber aus Versehen gelöscht, danach war ich zu müde.
Am nächsten Tag hatten andere meine Kritikpunkte ebenfalls aufgenommen, aber sie perlen einfach an ihm ab. Mal sagt er so und mal so. Obwohl der Artikel ja erfreulicherweise unverändert stehen bleibt. Ist das eigentlich positive Ehrlichkeit oder negative Dreistigkeit?

Ich bin echt sauer, das so jemand auf dieser Plattform unter dem label „Scienceblog“ veröffentlichen darf. Und war gerade eben kurz davor den blog aus meinem reader zu löschen.
Ich hab grad wieder „Blutdruck“ und höre besser auf. ;-)

Schönen Tag noch, corax

Monika Armand hat gesagt…

Lieber Corax, ich kann Sie in der Rolle als Leser bzw.Kommentator verstehen, kann aber auch die Rolle von Christian Reinboth als Blogger verstehen.

Sie haben klar und sehr gut formuliert, wie Sie die Präsentation eines Wissenschaftsblogs erwarten. Die Umsetzung für uns Blogger ist nicht ganz so einfach, wie es sich liest.

Nun ist das "Energiethema" leider auch ein "hochpolitisches" und damit stark emotional besetztes Thema. Jeder, der ein solches Thema aufnimmt, berührt also von vornherein ein "heißes" Eisen. Unsere menschliche Natur ist so gestrickt - egal ob Laie oder Wissenschaftler - dass wir gerne das "herausfiltern", was in unser Weltbild hinein passt.......

Und dann ergeben sich Probleme, wie in der von Ihnen genannten Diskussion. Neben der von C.Reinboth vorgelegten betriebs-bzw. volkswirtschaftlichen Analyse (da jede Wissenschaft ihre "wissenschaftlichen" Kriterien für sich definiert, ist die Analyse durchaus, betriebs- bzw. volkswirtschaftlich gesehen, wissenschaftlich)entwickelt sich dann eine zunehmend stark emotional besetzte Diskussion.Die Kommentare zeigen, dass hier Auffassungen bezüglich der Energie"neben"kosten aufeinander prallen.

Ich habe mir die Diskussion durchgelesen und als außenstehende Leserin (wobei ich zwar mit den Augen einer Wissenschaftlerin, allerdings nicht mit den einer Fachfrau für dieses Thema gelesen habe) den Eindruck gewonnen, als argumentiere man dort haarscharf aneinander vorbei. Energiefragen werden ja leider gerne "ideologisiert" und je mehr eine Diskussion um persönliche Auffassungen kreist, um so mehr entfernt sie sich von den wissenschaftlich gesicherten Fakten.So haben sich die Kommentatoren mit der Frage, aus welchem politischen Lager u. welche Energieart Herr Reinboth favorisiere, selbst aus der wissenschaftlichen in die persönliche Ebene begeben. Je weiter unten man in den Kommentaren anlangt, um so weniger geht es dort noch um die im Beitrag angesprochenen Inhalte. Es prallen konträre Standpunkte aufeinander, leider ohne inhaltlichen Fortschritt.

Ich habe nun allerdings auch die Stelle nicht gefunden, wo Sie beklagen:

>"Ein Lobbyist, der Behauptungen aufstellt und wenn man sie ihm vorwirft, behauptet er, das nicht gesagt zu haben, obwohl es oben drüber (noch) drinsteht.
Krasstes Beispiel das mit der „Explosion“."<

Vielleicht können Sie hier die entsprechenden Sätze zitieren, d.h. Behauptung des Autors und seinen Widerspruch im Zitat gegenüber stellen. Möglicherweise klären sich dadurch einige Fragen.

Mit Christian Reinboth kann man eigentlich sehr gut diskutieren. So wie ich ihn kennengelernt habe gehört er zu jenen, welcher sich durch emipirische Belege durchaus in seiner Meinung umstimmen lässt. Ich empfehle Ihnen die empirischen Belege herauszusuchen und im Kommentar darauf hinzuweisen. Ein "echter" Wissenschaftler stellt sich diesen Fakten, andere "negieren" sie. So können Sie die Spreu vom Weizen trennen ;-))

Wäre ein Versuch wert ?

florian hat gesagt…

So - ich hab jetzt lange darüber nachgedacht, wie ich mir ein Wissenschaftsblog wünsche. Und bin leider zu keiner klaren Antwort gekommen. Es sollte genau das drin stehen, was ich gern lesen will. Aber ich will ja nicht immer das gleiche lesen. Mal möchte ich gern eine fundierte Analyse eines wissenschaftlichen Themas; mal möchte ich etwas lustiges aus dem Wissenschaftsbetrieb; mal was komplett anderes ;)
Was ich nicht will, lässt sich leichter definieren. Ein ganz schlechtes Beispiel für ein Blog eines Wissenschaftlers ist das Blog des Physikers Anton Zeilinger. Nichts gegen Zeilinger als Wissenschaftler! Nicht nur, das er ein sehr guter ist; er hats sogar geschafft, in Österreich als Wissenschaftler "prominent" zu werden; auch die Bevölkerung kennt ihn.(Und das in in einem Land, in dem ein ehemaliger Fernsehmoderator und ein Operndirektor als Top-Wissenschaftler angesehen werden).
Ausserdem versteht er es sehr gut, seine Forschung populär zu vermitteln (meiner Meinung nach übertreibt er es ab und zu sogar ein bisschen) und hat einige gute populärwissenschaftliche Bücher geschrieben. Um so mehr wundert mich die miese Qualität seines Blogs. Der besteht hauptsächlich aus Ein-Satz-Einträgen, die auf Zeitungsartikel verlinken (die nach ein paar Wochen sowieso nicht mehr erreichbar sind). Naja - wahrscheinlich hat er einfach sehr viel zu tun und keine Zeit für ein Blog. Aber es gibt auch viele andere Blogs dieser Machart. Wenn ich über aktuelle Ereignisse aus der Wissenschaft informiert werden will, dann abonnieren ich die feeds der Online-Tageszeitungen! Da brauche ich nicht noch extra ein paar Blogger, die diese Nachrichten wiederholen. Das macht vielleicht Sinn, wenn man eine seeehr große Leserschaft hat - dann ist man ja quasi selbst schon ein eigenes Nachrichtenmedium - aber in einem "normalen" Blog muss ich das nicht haben.
Hmm - wenn ich so darüber nachdenken, will ich in einem Blog vor allem eigenständigen Inhalt haben! Dort sollten Dinge stehen, die woanders nicht stehen. Ob das jetzt lange Analysen sind; kurze interessante oder witzige Einträge oder sonstiges ist eigentlich egal. Aber wenn ein Blog nur Dinge wiederholt, die woanders auch zu finden sind, wüsste ich nicht, warum ich es lesen sollte...

Monika Armand hat gesagt…

Hi Florian, Du bringst mich hier auf einen Gedanken ;-)) Ja, es ist tatsächlich leichter zu sagen, was man nicht will......
Und: Mir geht es ähnlich - Ich habe so viele Newsfeeds in meinem Googlereader, dass ich genervt bin, wenn im Stile von dpa-Meldungen, bereits verbreitete Nachrichten unverändert von Blogs aufgenommen werden.
Völlig anders liegt die Sache, wenn dort dann zur Medlung weiterführende Informationen und Hintergründe erläutert werden.....