Donnerstag, 21. Februar 2008

Unser Diskussionsthema: Steuerzahler+ Wissenschaft

Wir hatten ja die Frage bzgl. einer freien Zugänglichkeit von "Wissenschaft" diskutiert. Ich möchte euch auf zwei sehr gute Beiträge zu diesem Thema von Marc (wissenswerkstatt) aufmerksam machen. Was sagt ihr dazu, wenn man hier die von Marc aufgezeigten Hintergründe in die Überlegungen mit einbezieht?
1. Der weite Weg von der Einstellungs- zur Verhaltensänderung "Hürden auf dem Weg zu Open Access": hier
2.Ein kleiner Schritt für Harvard, ein großer Schritt für die freie Wissenschaft "Eine Harvard-Fakultät stellt Publikationen auf einem Open-Access-Server zur Verfügung": hier

Kommentare:

florian hat gesagt…

huch, hier kommt ja ein interessantes thema nach dem anderen!
und grad jetzt hab ich so wenig zeit dafür...
ich hoff mal, ich schaffs nächste woche, was dazu zu sagen.
aber freie inhalte sind extrem wichtig. man muss dabei allerdings erstmal zwischen forschungsergebnissen und lehrunterlagen unterscheiden. um die wissenschaftliche arbeit von forschern zu würdigen und ihnen auch die möglichkeit zu geben, zuerst selbst das beste aus ihrer eigenen arbeit rausholen zu können, ist es durchaus sinnvoll, wenns hier "sperrfristen" bis zur völligen freigabe von daten gibt.

was ich aber im sinne der wissensvermittlung an die allgemeinheit viel wichtiger finde, ist die freigabe von lehrinhalten! mittlerweile findet man schon einige lehrende, die ihre powerpoint-präsentation, folien oder sonstige unterlagen online stellen. aber das ist im prinzip nur ein service für die studenten - laien können mit diesen unkommentierten unterlagen meist nicht viel anfangen. wirklich interessant wird es, wenn tatsächlich "online-vorlesungen" veröffentlicht werden - entweder gleich komplett als video-datei; oder noch besser, als aufbereitete online version der vorlesung. da kann dann nicht nur der stundent profitieren, auch der interessierte laie hat so einblick in die universitäre lehre; und auch der lehrende selbst lernt einiges wenn er/sie die inhalte nochmal neu, auf diese besondere art und weise aufbereiten muss... in kombination mit einer kommunikationsmöglichkeit (blog, forum, etc) würde sich so eine ziemlich interessante, "freie" bildungsmöglichkeit verwirklichen lassen...

Monika Armand hat gesagt…

@ Florian
Eigentlich ein "sowohl - als auch", denn auch nach dem Studium ist es schön, wenn man sich -dank Internet - auf dem Laufenden halten kann.

Aber Dein Gedanke der Online-Vorlesungen in Kombination mit Blogs und Foren ist bzw. sollte m.E. die Lehre der Zukunft (sein). Angesichts der ständig steigenden Kosten eines Studiums und der schweren Finanzierbarkeit eines solchen, werden -wie schon geschehen - immer mehr Studierende auf einen Job angewiesen sein. Mit einer solchen Lehrorganisation können Betroffene dennoch ein qualitativ gutes Studium absolvieren...

Schaut man sich allerdings die noch stark geübte "Abstinenz" des oftmals etwas überalterten Lehrkörpers an, werden Lehrende erstmal einen "Web-Führerschein" brauchen um sich der aktuellen Medienlandschaft überhaupt stellen zu können ;-))